Ostern

Ostern in Griechenland – meistens nicht am gleichen Datum wie in Deutschland

 

Ostern in Griechenland – meistens nicht am gleichen Datum wie in Deutschland

 

 

In den ersten christlichen Gemeinden hat es zunächst viel Streit um den Ostertermin gegeben. Deshalb wurde im Jahre 325 n. Chr. in Nicäa beim 1. Konzil der Christenheit eine Osterregel festgelegt:

Ostern soll am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert werden. Frühlingsanfang ist der 21. März.

Patriarch Bartholomaios Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom und Ökumenischer Patriarch

Dieser Termin wurde entsprechend der biblischen Überlieferung gewählt. Christus wurde am jüdischen Pessahfest gekreuzigt und stand am darauf folgenden Sonntag von den Toten auf. Das jüdische Pessahfest wird aber am ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert.

Diese einfache Regel ist jedoch nicht leicht in die Tat umzusetzen, weil die Umlaufzeiten des Mondes um die Erde, sowie der Erde um die Sonne nicht in einem einfachen Zahlenverhältnis zueinander stehen:

1 tropisches Jahr = 365,25219 Tage 1 synodischer Monat = 29,53059 Tage

Die angegebene Umlaufzeit für den Mond ist zudem nur ein mittlerer Wert, der aktuelle Wert kann um bis zu ± 0.25 Tage davon abweichen. Da diese Einzelheiten zu jener Zeit noch nicht so genau bekannt waren, wurde der Ostertermin mit einer vereinfachten Rechenregel, dem „computus paschalis“, bestimmt. Zunächst wird mit einem 19-jährigen Mondzyklus (19 Jahre : 235 Monate),

19 x 365,25 = 6939.75 (125 x 30) + (110 x 29) = 6940.00

den der Grieche Meton bereits 433 v.Chr. erkannt hatte, das Datum für den Frühlingsvollmond (Ostergrenze) berechnet. Mit dem 28-jährigen Sonnenzyklus (4 x 7, Wiederholung der Wochentage am gleichen Datum) erhält man dann den darauf folgenden Sonntag. Für den Julianischen Kalender ergibt sich daraus auch, dass die Folge der Ostertermine eine von Periodenlänge 28 x 19 = 532 Jahren hat.

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