Aktuell

Griechenland Solidarität

Microsoft Word – Griechenland – solidarität – hannover

Administratoren

Ab sofort sind als Administratoren mit allen Rechten am System eingerichtet:

  • Takis
  • Hans-Jürgen

Bei Fragen und Änderungswünschen am Benutzerstatus bitte einen der beiden Verantwortlichen ansprechen.

Lothar

Herzlich Willkommen

auf der neuen Webseite der DGGBS.de

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft Region Braunschweig – Wolfsburg e.V.

Γερμανο-Ελληνικóς Σύλλογος Περιοχής Μπράουνσβαϊγκ – Βóλφσμπουργκ ε.σ

 

Wir haben unsere Webseite überarbeitet und in ein neues Design gesteckt.

Damit verbunden sind neue Möglichkeiten, wie z.B. der Interaktion durch Kommentare und Bewertungen.

Auch wenn es auf den ersten Blick schwierig erscheint, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, so  handelt es sich um ein erprobtes System und ein wenig Üben wird schnell Erfolge zeigen.

 

Ansonsten sind wir natürlich gerne auch bei Problemen und Anregungen ansprechbar: info@dggbs.de

Damit wünschen wir viel Vergnügen auf unserem neuen Internetauftritt. Und natürlich freuen wir uns ganz besonders auf eine rege Beteiligung.

 

DGGBS.de, der Vorstand

 

 

 

 

Tsunami Diskussion auch in Griechenland

 

 

 

Tsunami Diskussion auch in Griechenland

 

 

 

Griechen erinnern sichDie furchtbaren Ereignisse in Asien, die unter der japanischen Bezeichnung “Tsunami” zum Synonym für die größte Naturkatastrophe der letzten Jahrzehnte wurde, haben eine beispielslose Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Während in Deutschland anfänglich hauptsächlich über das Schicksal der betroffenen deutschen Touristen berichtet wurde, gab es in Griechenland eine weitergehende Form der Betroffenheit. Bei vielen Griechen der älteren Generation kamen Erinnerungen wieder an die Oberfläche, die lange verdrängt waren. Professor Vassilis Papazachos

  Flutwellen auch im Mittelmeer

Bei dem großen Erdbeben von 1956, das eine Stärke von 7,5 auf der Richter-Skala hatte, war es in der Ägäis zu 20 Meter hohen Flutwellen gekommen, die besonders auf den Inseln Amorgos und Astypalaia zu Schäden führten. Eine Bekannte von der Insel Syros berichtete mir, dass es ihr unvergessen geblieben sei, dass sie als 5 jähriges Kind auf einen Baum sitzend, die Überflutung überlebte.Es war daher nahe liegend, dass in Griechenland und den anderen Mittelmeerländern eine Debatte eingesetzt hat, wie derartigen Ereignissen begegnet werden könne. Wie auch im indischen Ozean fehlt es im Mittelmeer bisher an einem Tsunami-Frühwarnsystem. Und dies obwohl gerade der östliche Mittelmeerraum als eines der tektonisch aktivsten Bereiche der Erde gilt.

Wer heute die minoischen Ausgrabungen auf Kreta besucht, wird mit den Folgen einer solchen Flutkatastrophe im Altertum konfrontiert. Nach dem großen Vulkanausbruch von Santorin und der Explosion der Insel war es zu riesigen Flutwellen gekommen, die die Siedlungszentrum der minoischen Hochkultur überfluteten.

Dabei muss man gar nicht so weit in die Vergangenheit zurück blicken, um die Gefahren im Mittelmeer zu verstehen. 1908 kam es in der Folge eines Erdbebens vor Sizilien zu einer Flutwelle, der 26.000 Menschen zum Opfer fielen.

Regierung verspricht Frühwarnsystem

Die griechische Regierung reagierte nach einem Bericht der Zeitung Kathimerini (05.01.05) auf die öffentliche Debatte und kündigte durch Sprecher Antonis Kotzamanis an, ein Frühwarnsystem einzurichten, wie es auch für den indischen Ozean diskutiert wird. Wie der Sprecher allerdings einschränkend eingestehen musste, wird die Schaffung des Vorwarnsystems noch Jahre auf sich warten lassen. Erst einmal müssten die Küstenregionen erfasst werden, die besonders gefährdet seien. Weiterhin müssten geeignete Punkte im Meer bestimmt werden, an denen Sensoren der neusten Generation eingerichtet werden können.

Welche Rolle die EU und die Zusammenarbeit mit Nachbarländern, wie der Türkei bei der Schaffung eines Vorwarnsystems spielen kann, gilt als noch ungeklärt.

Wissenschaftler fordert Erdbebengefahren ernster zu nehmen

Der griechische Seismologe Professor Vassilis Papazachos hat gegenüber der Zeitung Kathimerini (17.01.05) schwere Vorwürfe gegenüber der griechischen Regierung erhoben. Die Regierung spiele die Erkenntnisse über Erdbebenrisiken im östlichen Mittelmeerraum herunter und verweigere notwendige Aktivitäten. Der Wissenschaftler begründete seine Kritik damit, dass man bereits heute in der Lage sei, die wahrscheinlichen Erdbebenereignisse und deren wahrscheinlichen Ausmaße für die nächsten fünf Jahre zu bestimmen. Mit Rücksicht auf die Auswirkungen auf den Tourismus versuche die Regierung diese Erkenntnisse unter der Decke zu halten. Dabei könne man durch vorbereitende Maßnahmen die Zahl der voraussichtlichen Opfer solcher Naturkatastrophen drastisch verringern.

Papazachos hält die Auswirkungen eines Erdbebens mit vermeidbaren Opfern auf den Tourismus für viel schlimmer, als die Auswirkungen rechtzeitiger Warnungen. Die Ereignisse in Südostasien zeigen aus seiner Sicht, welche verheerenden Folgen für den Tourismus, das Fehlen eines Frühwarnsystems habe. Wäre es gelungen, hier rechtzeitig zu warnen, wären die meisten Opfer auch unter den Touristen vermeidbar gewesen.

Die Regierung müsse endlich begreifen, dass die Erdbebengefahren eines der ernstesten Probleme seien, mit denen Griechenland konfrontiert sei. Er forderte die griechische Regierung auf, die Erdbebengefahren ernster zu nehmen und ein Bündel von Anti-Erdbeben Maßnahmen einzuleiten. Dazu sollen auch Überprüfungen aller älteren Gebäude des Landes, insbesondere der im öffentlichen Bereich, gehören. Besonders erdbebengefährdete Gebiete des Landes sollten dabei schwerpunktmäßig behandelt werden. Gegen Flutwellen müssen öffentliche Einrichtungen, wie Sirenen angeschafft werden und die Bevölkerung durch Übungen auf eventuelle Katastrophen vorbereitet werden.

Die Politik müsse den Mut haben, offen über Risiken und besonders gefährdete Gebiete zu sprechen, damit die Menschen die Chance bekommen, sich auf Katastrophen vorzubereiten. Dadurch könnten viele Menschenleben gerettet werden.

Oberes Bild: Eine vom normalen Wind erzeugte Wellenbildung

Unteres Bild: Eine durch ein Erdbeben ausgelöste Wellenbildung 21.03.2005 | Christian Schwarzenholz

 

Neues Fahrpreissystem im öffentlichen Nahverkehr Athens

 

 

Neues Fahrpreissystem im öffentlichen Nahverkehr AthensMit einem neuen roten 1 € Ticket ist das Fahrpreisangebot im Athener Öffentlichen Nahverkehrssystem erweitert worden. Seit dem 13.12.2004 gibt es die Möglichkeit mit diesem Ticket für 90 Minuten alle Nahverkehrssysteme der Hauptstadt zu benutzen. Ausgenommen sind allerdings die Verbindungen von und zum neuen Athener Flughafen. Für die Flughafen Express-Busse gelten wie auch für die Metrozüge und Vorortbahnen jeweils gesonderte Tarife. Das neue 90 Minuten-Ticket kann aber auf den anderen Strecken auch mit der Metro, der alten U-Bahn und den Vorortzügen benutzt werden.Für ausländische Besucher ist allerdings etwas verwirrend, dass neben diesen neuen 1 € Tickets auch die alten separaten Tickets für die einzelnen Verkehrsmittel weiter benutzt und erworben werden können.

Da gibt es auch ein gelbes 70-Cent Ticket mit dem man ebenfalls für 90 Minuten Busse, Trolley-Busse und Straßenbahnen benutzen kann.

Die Einzeltickets, die nur für eine direkte Fahrt ohne Umsteigeberechtigung gelten, kosten 70 Cents für die Metro, 60 Cents für alte U-Bahn und 45 Cents für die Busse und Trolley-Busse. Fahrkarten werden in der Regel von den in der Nähe der Haltestellen gelegenen Kiosken verkauft. In den Bahnhöfen und an den Straßenbahnhaltestellen gibt es Fahrkartenautomaten.

Aber das war noch nicht alles. Von und zum Flughafen gelten gesonderte Tarife. Dazu im nachfolgenden Beitrag mehr:

Mit der Metro und den Express-Bussen vom Flughafen in die Innenstadt und nach Piräus

Die Olympiade machte es möglich. In Rekordzeit wurde die Bahn-Verbindung vom Flughafen in die Stadt fertig gestellt. Nun fahren alle 20 Minuten, bzw. im halbstündigen Takt in den verkehrsschwächeren Zeiten, Metro-Züge vom und zum Flughafen.

Die neue Metro-Linie 3 endet am neuen Umsteigebahnhof Monastiraki unterhalb der Akropolis. Dort besteht die Möglichkeit in die alte U-Bahn nach Piräus umzusteigen. Die Fahrzeit mit diesen Metro-Zügen vom Flughafen zum Monastraki-Bahnhof beträgt etwa eine halbe Stunde. Für die Strecke nach Piräus muss man einschließlich der Umsteigezeit ungefähr weitere 30 Minuten rechnen.

Der neue Flughafenbahnhof ist bequem auf der Abflugebene gegenüber dem Terminal A zu erreichen. Man verlässt dort den Haupteingang des Flughafengebäudes überquert kurz die Straße und betritt dann einen verglasten Fußgängergang, der mit Rollbändern ausgestattet ist. Der Bahnhof selbst befindet sich oberhalb der Gleise und ist gut ausgestattet. Hier gibt es gute Informationspläne, Cafes, Shops sowie Fahrkartenautomaten und Fahrkartenschalter.

Die Fahrt in die Innenstadt kostet für eine Person 6 € (während der Olympiade waren noch 8 € fällig). Zwei zusammenreisende Personen bezahlen 9 €.

Neben der Metro werden auch weiterhin die Flughafenbusse angeboten. Diese fahren sowohl in die Innenstadt als auch direkt nach Piräus. Der Abfahrtsterminal der Busse ist direkt auf der unteren Ankunftsebene, dort wo man mit dem Gepäck aus dem inneren Bereich des Flughafens heraus kommt. Erstaunlicherweise sind die Busse deutlich billiger als die Bahn. Für derzeit 2,90 € kann man in die Innenstadt fahren und für den gleichen Preis auch wieder zurück zum Flughafen. Diese 2,90 € Tickets sind gleichzeitig 24 Stunden-Fahrkarten für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Wer also einen Kurzaufenthalt in Athen einlegen will, kann diese Fahrkarte einen Tag lang, nach abgestempelter erster Abstempelung weiter nutzen. Aber Achtung: Man darf damit nur einmal den Flughafenbus benutzen. Also hin- und zurück von und zum Flughafen mit einer Fahrkarte ist nicht drin.

Welches Verkehrsmittel denn nun am besten ist, hängt von der konkreten Situation ab. Wer kein Risiko eingehen und sich nicht durch Staus aufhalten lassen will, der ist im Zweifel besser mit der Metro bedient. Dies gilt auch für die Verbindung nach Piräus.

Während der Hauptverkehrszeiten kann es bei den Bussen dort schon mal eng werden. Der Bus nach Piräus kann auch mal glatt 2 Stunden anstatt der üblichen 1 Stunde bei ruhigen Verkehrslagen benötigen. Die neuen komfortablen Metro-Züge sind zudem doch erheblich erholsamer und besser klimatisiert als die manchmal heftig überfüllten Büsse.

Wer knappe Übergänge zu den Schiffen in Piräus hat oder andere Anschlüsse erreichen muss, der ist im Zweifel mit der Bahn auf der sicheren Seite.

Vorsicht vor Taxi-Fahrten. Athener Taxi-Fahrer sind zwar bekannt für ihre rasante Fahrweise, aber Staus können auch sie nicht überfliegen. Und der Verlockung Ausländern überhöhte Fahrpreise abzuverlangen, können manche Kollegen dieser Zunft leider auch nicht widerstehen. Deshalb immer vor der Abfahrt nach den Preisen fragen.

Straßenbahnen ergänzen das Athener Verkehrssystem

Die Halle des Flughafenbahnhofs zur Weihnachtszeit 21.03.2005 | NN