Festlandssockel-Gespräche entwickeln sich positiv

Festlandssockel-Gespräche entwickeln sich positiv

“Positive Entwicklungen in der Frage des Festlandssockels in der Ägäis” konstatierte der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan. Alle bestehenden Schwierigkeiten könnten Überwunden werden, “wenn es von beiden Seiten guten Willen und Bereitschaft” gebe. Der Sprecher des Außenministeriums J. Koumotsakos, erklärte dazu, dass beide Staaten seit über zwei Jahren sondierende Kontakte zur Frage des Festlandsockels aufgenommen hätten. Beide Seiten hätten den Wunsch, die bilateralen Beziehungen weiter zu normalisieren. In diesem Rahmen hoffe man in Athen auf “positive Entwicklungen”. Beide Regierungen hätten sich darauf geeinigt, die Frage des Festlandsockels vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag klären zu lassen, falls man sich bis Dezember nicht einigen könne. Bereits Ende letzter Woche hatte der türkische Außenminister Abdullah Gül über “Fortschritte im Ägäis-Dialog” gesprochen. Gleichzeitig hatte er angekündigt, dass die orthodoxe Religionsschule auf der Insel Chalki schon bald ihren Betrieb wieder aufnehmen könne. Um zu einer schnellen Lösung zu kommen, finden derzeit Gespräche zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel, dem Höchsten Bildungsrat der Türkei und dem türkischen Bildungsministerium statt. In einem Fernsehinterview hatte Gül erklärt: “Wir glauben nicht, dass es richtig wäre, die Wiedereröffnung der theologischen Schule von Chalki zu behindern”. 1971 war die Schule auf einer der Prinzeninseln im Marmarameer per Gesetz geschlossen worden.

15.10.2004

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