Delphi: Der Mittelpunkt der Welt

 

Delphi: Der Mittelpunkt der Welt

 

Die Reise zum Mittelpunkt der Welt startet im antiken Iolkos (Vólos), aber mit modernem Fortbewegungsmittel (Auto), vorbei an den klassischen Thermophylen mit Rast beim blau-gelben Discounter (Entschuldigung – musste sein).

Der Thermophylen-Pass war das letzte Bollwerk, das die Spartaner vor den Persern verteidigten. Hier, südlich des heutigen Lamía, reichte das Gebirge bis ans Meer. Davon ist heute nichts mehr zu sehen.

 

Nicht nur Spartaner und Perser sind verschwunden. Verlandung hat einige wenige Kilometer Land zwischen Gebirge und Meer geschoben. Die Nationalstraße folgt ungefähr dem antiken Küstenverlauf. Bei Thermopíles verläuft die Autobahn Richtung Osten; wir biegen ab Richtung Süden und quälen uns (mehr das Auto) das Gebirge hoch. In Graviá gibt es eine Kirche, die mehr an unseren Baustil erinnert. Wir fahren durch dünn besiedeltes Gebiet bis Amfissa und dann weiter nach Delphi. Hier ändert sich die Situation schlagartig. Das Orakel von Delphi zieht Besucherströme an. Bei hochsommerlichen Temperaturen schieben sich die Menschen vieler Nationalitäten durch eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten antiker Zeit. Am Berghang gelegen sind einige Höhenmeter zu überwinden, um alle Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Mittelpunkt der archäologischen Stätte ist der Tempel des Apollon. Die Grundfläche und wenige Säulen zeugen von der imposanten Größe. Hier befand sich das Orakel von Delphi. Dem Gott Apollon wurden hohe sittliche Werte zugesprochen; daher bekam er den Vorzug, Gott des Orakels zu werden. Das Gelände besteht aus einer Vielzahl diverser Gebäude, deren Abschluss das Theater am höchsten Punkt bildet. Am südlichen Eingang wurde vor hundert Jahren zur Zeit der Ausgrabungen (1892-1935) ein Museum gebaut. Wenig positiv das benachbarte Restaurant, das anscheinend die Getränkepreise den Temperaturen anpasst. Insgesamt bleibt uns Delphi in guter Erinnerung, auch wenn wir dem Orakel nicht begegnet sind.

 

Günter, Gabriele, Christian und Catharina Schmidt

 

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